Die Hochschule Rhein-Waal zu Besuch in der Aspermühle 2019

Die Hochschule Rhein-Waal in Kleve deckt mit ihrer "Life Science" Fakultät viele Bereiche thematisch ab, die auch in der Lebensmittelwirtschaft eine große Rolle spielen. Beispielhaft wären hier der Ökolandbau, die Lebensmittelanalytik und -hygiene, aber auch gesunde Ernährung und Umweltschutz.

Somit fanden wir es sehr passend, als Frau Dr. Kehlenbeck, Dozentin an der Hochschule, an uns mit der Bitte herantrat, dass Sie mit ihren Stundenten des Masterkurses der Lebensmittelwissenchaften bei uns in der Aspermühle vorbeikommen möchte, damit sich die Studenten an einem Praxisbeipsiel über Lebensmittelanalytik, -hygiene und -entwicklung informieren können.

Studenten bei der Aspermühle

Der Tag war zum Glück warm und sonnig, so dass wir die Gespräche zu größten Teil in lockerer Atmosphäre im Freien stattfinden lassen konnten, was von den Stundenten auch gut aufgenommen und als willkommene Abwechslung zu den sonstigen Firmenbesuchen gesehen wurde.

Aspermühle und Hochschulstudenten

Frau Theunissen und Herr Mühling erkären anhand von Produktmustern und Lebensmittelanalysen, worauf ein Lebensmittelbetrieb bei der Qualitätskontrolle zu achten hat. Hierbei spielen viele Faktoren eine Rolle. Zum einen natürlich die Unterscheidung zwischen biologisch oder konventionell angebauten Lebensmitteln, denn hieraus ergeben sich oft andere Grenzwerte für Schadstoffe, Kennzeichnungspflichten oder Lageranforderungen.

Für die hygienischen Anforderungen spielt es in der Regel keine Rolle, ob es sich um ein biologisches oder um ein konventionelles Produkt handelt, denn auch analytisch werden beide Produktgruppen gleich behandelt, weil es hier grundsätzlich darum geht eine Verunreinigung, z.B. mit krankheitserregenden Keimen, auszuschließen.

Die Lebensmittelanalyse umfasst je nach Produkt unterschiedliche Schwerpunkte und Schadstoffe. Während bei Bienenprodukten, vor allem bei Honig und Blütenpollen, besonders auf Pyrrolizidinalkaloide, Pestizide und Bienenmedikamente geachtet werden muß, spielen bei Extraktprodukten, wie Gerstengrassaftpulver, oft Schwermetalle eher eine Rolle. Bei allen getrockneten Produkten ist eine mikrobiologische Untersuchung empfohlen, denn besonders Salmonellen, Schimmelpilze oder Enterobakterien können dem Mensch gefährlich werden. Ein lückenloses Monitoring ist somit obligatorisch.

Stundenten von der Hochschule Rhein-WaalDas Treffen wurde mit einer Verkostung neu entwickelter Produkte beschlossen und wurde von den Studenten insgesamt sehr gut angenommen.

Auch uns bot der Besuch eine erfreuliche Abwechslung zum Alltag.

Wir freuen uns schon auf weitere Besuche.

Diskussion mit Studenten