Niederrheinisches Schwarzbrot mit Apfelkraut
- Vegetarisch - Balaststoffreich
Zubereitungszeit: 4 h • Schwierigkeitsgrad: mittel
Zutaten für 2 Kastenbrote:
- 500 g Dinkelmehl
- 280 g Dinkelschrot
- 280 g Roggenschrot
- 140 g Leinsamen
- 140 g Sesam
- 100 g Sonnenblumenkerne
- 50 g Kürbiskerne
- 1 El Salz
- 1 Lt Buttermilch
- 2 Pack. Trockenhefe
- 1 Würfel frische Hefe
- 250 g Rüben- oder Apfelkraut
- Kerne nach Belieben zum bestreuen
- 500 g Dinkelmehl
- 280 g Dinkelschrot
- 280 g Roggenschrot
- 140 g Leinsamen
- 140 g Sesam
- 100 g Sonnenblumenkerne
- 50 g Kürbiskerne
- 1 El Salz
- 1 Lt Buttermilch
- 2 Pack. Trockenhefe
- 1 Würfel frische Hefe
- 250 g Rüben- oder Apfelkraut
- Kerne nach Belieben zum bestreuen
Niederrheinisches Schwarzbrot ist ein traditionelles, sehr dunkles Roggenvollkornbrot, welches tief in der Esskultur des Rheinlandes verwurzelt ist.
Wir haben es mit Dinkel gemischt und statt der langen und aufwendigen Sauerteig-Herstellung mit Hefe zubereitet.
Es ist sehr saftig, dunkel-kompakt und leicht süßlich im Geschmack. Die Besonderheit ist die Zugabe des Rüben- bzw. Apfelkrautes, welches für die dunkle Farbe und das typische Aroma sorgt.
Klassisch wird es in den Bäckereien mit langeführtem 3- Stufen-Roggensauerteig hergestellt und als freigeschobener Brotlaib (2-3 kg) bis zu 24 Stunden bei niedriger Temperatur gebacken und dann meist in dünnen Scheiben geschnitten verkauft.
Die Tradition stammt aus der Zeit, als Schwarzbrot das Hauptnahrungsmittel der Bauernfamilien und des Gesindes war. Es wurde früher einmal im Monat gebacken, weshalb die lange Haltbarkeit für die Menschen existentiell war.
Es hält sich auch heute noch lange frisch, ca. 14 Tage, kann aber auch prima eingefroren werden.
Das Rezept ergibt fast 2400g fertig gebackenes Schwarzbrot, was sich bei der langen Backzeit von 3 Std. auch lohnt. Da es ein sehr festes Brot wird und in dünnen Scheiben am besten schmeckt brauchst du ein gutes Brotmesser oder natürlich direkt eine Brotschneidemaschine.
Wenn du keine eigene Getreidemühle hast, schau mal im Bioladen in deiner Nähe, bei uns wird das Getreidemahlen als Kundenservice angeboten.
In einer großen Schüssel die Trockenhefe und das Mehl mischen. Die Getreidekörner Dinkel & Roggen in einer Getreidemühle grob schroten oder du verwendest bereits geschrotete Körner. Anschließend mit Leinsamen, Sesam, den Kernen und Salz zum Mehl-/Hefegemisch in die Schüssel geben und gut vermengen.
Das Rübenkraut in langsam erwärmter Buttermilch (Vorsicht - nur erwärmen, nicht kochen) unter rühren auflösen und bis auf einen Teil zu der Trockenmasse geben.
In der restlichen Buttermilch nun die frische Hefe bröseln und „gehen“ lassen.
Wenn die Hefe beginnt Bläschen zu bilden ist sie aktiviert und du kannst sie zum Teig geben.
Diesen gut mit einem Holzlöffel oder den Händen gut umrühren oder kneten und gleichmäßig in 2 mit Backpapier ausgelegte Kastenformen verteilen.
Du kannst nach belieben noch ein paar von den Saaten oder Kernen drüber streuen und stellst die Brotformen auf mittlerer Schiene in den kalten Ofen.
Backzeit:
3 Stunden bei 150 Grad Ober-Unterhitze, nach 2 Std die Brote mit Alufolie abdecken.
Nach Beendigung der Backzeit die Brote bei leicht geöffneter Backofentüre nachreifen lassen.
Anschließend kannst du sie auf ein Kuchengitter setzen und mindestens über Nacht ganz auskühlen lassen, bevor du sie anschneidest.
Das Schwarzbrot schmeckt sowohl mit herzhaftem als auch mit süßem Belag. Bei uns am Niederrhein darf es auf keiner Kaffeetafel fehlen. Hier wird es traditionell mit Rosinenbrot, Butter und Käse gegessen oder einfach mit Apfel-/Rübenkraut.
Probiere dazu auch unseren Bärlauch-Aufstrich. Mit besten Grüßen vom Niederrhein!