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Der Moringa Ratgeber - Alles Wissenswerte über Moringa

Hier erfahren Sie alles rund um Moringa, vom Anbau, über die Geschichte, bis hin zu Nährstoffen und Rezepten.

Was ist Moringa eigentlich?

Moringa oleifera ist ein Baum, der für den Menschen von sehr großer Bedeutung ist. Denn der Baum des Lebens ist ein wahres Wunder der Natur und verdient den Namen ‚Wunderbaum‘ in jeder Hinsicht.

Bild Moringa

Junger Moringa Baum

Ursprünglich stammt der Moringabaum aus dem Himalaya, ist aber mittlerweile weltweit verbreitet und bekannt und wird aufgrund seines scharfen Geschmacks auch Meerrettichbaum genannt.

Die Moringas wachsen sehr schnell und benötigen dafür nur wenig Wasser. Bis zu sechs Meter im Jahr wachsen sie und produzieren dabei bis zu 5000 Samen. Auch im Hinblick auf die Bodenbeschaffenheit ist der Baum nahezu anspruchslos.
Das Besondere ist, dass jeder Teil der Pflanze für den menschlichen Verzehr geeignet ist.
Außerdem enthält der Moringabaum mehr Nährstoffe als jede andere Pflanze auf der Erde.

In Indien wird Moringa schon seit über 5000 Jahren genutzt. Schon in den Veden, den alten indischen Schriften, wird Moringa erwähnt. Besondere Bedeutung hat es hier in der Ayurvedischen Medizin. Ayurveda ist die Wissenschaft des Lebens und nutzt Moringa für mehr als 300 Erkrankungen. Beispiele hierfür sind Asthma, bakterielle Infektionen und Diabetes. Für die Ayurveda ist der Baum das Heilmittel schlechthin. Es gibt mittlerweile über 700 Studien die die vielseitigen positiven gesundheitlichen Effekte von Moringa belegen und bis heute sind keine Nebenwirkungen bekannt.
Durch Handelsbeziehungen wurde Moringa dann vor ungefähr 2000 Jahren bei den Römern bekannt und beliebt.

In Jamaika wurde 1817 ein Antrag auf den Anbau von Moringa gestellt und kurz darauf im Abgeordnetenhaus genehmigt. Seither ist die Pflanze auch hier nicht mehr wegzudenken.
Mittlerweile ist Moringa nahezu weltweit bekannt und die gesamte Menschheit kann von dieser besonderen Pflanze profitieren.

In Europa wird Moringa vor allem in Form von Pulver vertrieben.

Bio-Moringa

Bio-Moringa Pulver

Im Folgenden finden Sie einige interessanten Informationen zusammengefasst, die Sie über Moringa wissen sollten.

Was steckt in Moringa?

Zunächst eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Nährstoffe:

Vitamine:

Die Blätter des Wunderbaums enthalten verschiedene Vitamine.

Dazu zählt zum einen Beta-Carotin (Vitamin A), welches unter anderem zuständig ist für das Wachstum, den Sehvorgang, sowie auch für den Aufbau von Haut und Schleimhäuten. Aber auch für den Stoffwechsel ist dieses Vitamin unverzichtbar.

Verschiedene B-Vitamine – B-Vitamine haben die unterschiedlichsten Aufgaben. Beispielsweise sind Vitamin B1 und B3 wichtig für das Nervensystem, Vitamin B2 hat eine wichtige Funktion für den Stoffwechsel.

Vitamin C – Auch Vitamin C ist wasserlöslich und übernimmt einige Aufgaben im Herz-Kreislauf-System. Wichtig auch: Vitamin C ist für die Kalzium- und Eisenaufnahme zuständig und stärkt das Bindegewebe.

Vitamin E – Vitamin E verfügt über antioxidative Eigenschaften und ist auch für Haut und Haare unerlässlich.

Vitamin K1 – Auch dieses Vitamin darf nicht unerwähnt bleiben. Es kann Gefäßverkalkungen vorbeugen und weist damit eine präventive Wirkung auf.

Antioxidantien:

In den Moringablättern wurden viele verschiedene Antioxidantien gefunden. Aber was sind eigentlich Antioxidantien? Nahezu täglich hören wir diesen Begriff oder lesen ihn auf verschiedenen Produktverpackungen. Dennoch wissen die wenigsten was Antioxidantien eigentlich sind und in unserem Körper bewirken.
Antioxidantien verhindern oxidativen Stress indem sie freie Radikale abfangen, die sonst die Zellen schädigen könnten. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass Antioxidantien die Körperzellen schützen.

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren – Diese Fettsäuren sind essentiell, was bedeutet, dass unser Körper diese nicht selbständig synthetisieren kann und wir sie daher mit der Nahrung aufnehmen müssen. Sie übernehmen wichtige Aufgaben in unserem Immunsystem und spielen unter anderem eine wichtige Rolle bei der Hormon- und Eiweißsynthese.

Essentielle Aminosäuren – Insgesamt gibt es acht essenzielle Aminosäuren, alle konnten in den Blättern des Moringabaumes nachgewiesen werden. Aminosäuren sind die Bausteine für Proteine (Eiweiße) und sind damit maßgeblich am Muskelaufbau beteiligt und unverzichtbar für den menschlichen Organismus.

Mineralstoffe und Spurenelemente – Es wurden zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente in der Moringapflanze entdeckt, die in unserem Körper unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Dazu zählen unter anderem Magnesium und Kalzium, Zink, Eisen und viele weitere!

Zeatin – Zeatin ist ein Wachstumshormon, welches für das schnelle Wachstum des Baumes verantwortlich ist. Dieses Hormon besitzt allerdings noch weitere Eigenschaften, auf welche später im Text weiter eingegangen wird.

Allein durch diesen kurzen Einblick in die Zusammensetzung der Moringapflanze wird deutlich, wie hoch die Nährstoffdichte sein muss und damit zusammenhängend auch der gesundheitliche Nutzen, der aus dieser Pflanze gezogen werden kann.

Anbau und Ernte:

Die Moringa-Pflanze wächst vorwiegend in subtropischen und tropischen Ländern auf sandigen Böden und übersteht aufgrund der außerordentlich guten Speicherfunktion der Wurzeln auch trockene Wetterperioden problemlos. Es sollte allerdings erwähnt werden, dass sich, insbesondere für den Bio-Anbau des Moringabaumes, mineralstoffreichere Böden besser eignen und sich positiv auf den Nährstoffreichtum der Pflanze auswirken.

Feuchtes Klima und Temperaturen zwischen 25 °C und 37 °C sind optimale Bedingungen für die Pflanze. Frost hingegen verträgt sie genauso wenig wie Staunässe, bei der die Wurzeln und Samen faulen und der Baum letztlich stirbt. Um diese Staunässe zu verhindern, wird der Baum häufig auf Hügeln, beziehungsweise einer leichten Erhöhung gepflanzt, oder aber es wird eine Art Abflussrinne neben den Wurzeln gezogen damit das Wasser hierdurch ablaufen kann.
Der Moringa-Baum zeichnet sich unter anderem durch seinen dicken Stamm aus. Außerdem ist das Wachstum des Wunderbaumes beachtlich: Innerhalb von einem Jahr kann der Baum, je nach Anbaugebiet, bis zu sechs Meter hochwachsen.

Bild Moringa-Samen

Moringaschoten und Samen

In den langen Schoten der Pflanze befinden sich die Moringasamen zur Vermehrung des Baumes. Diese werden circa zwei Zentimeter tief in feuchte Erde gelegt und mit etwas Erde bedeckt. Nach ca. einer Woche ist die Pflanze zwanzig Zentimeter hoch und nach drei Wochen bereits fünfzig Zentimeter.

In dieser Zeit bilden sich kleinste Haarwurzeln aus, die der Festigung im Boden dienen. Danach beginnt der obere Teil sich auszubilden und auszubreiten. Sowohl die Baumkrone als auch die Wurzeln benötigen viel Platz, weshalb die einzelnen Setzlinge nicht zu nah nebeneinander gepflanzt werden dürfen.
Die Pflanze sollte in den ersten Monaten ihres Wachstums vor Zugluft geschützt werden. Auch die Blätter sollten aufgrund ihrer hohen Wasserempfindlichkeit möglichst vor Regen geschützt werden, da sie sich sonst gelb verfärben und verfaulen können. Im besten Fall sollte die Pflanze mit kalkarmem Wasser in der Nähe der Wurzeln gegossen werden. Es ist wichtig darauf zu achten, dass die Erde dauerhaft feucht ist, um beste Voraussetzungen für die Entwicklung des Moringabaumes zu schaffen.

Die Pflanze „lebt“ in der Wurzel und „ernährt“ sich von den Blättern. In ihnen läuft die Photosynthese ab und versorgt die Pflanze mit allem was sie braucht. Eine weitere Besonderheit der Moringas ist, dass man sie bis zur Wurzel zurückschneiden kann und sie erneut wachsen. Man kann sie also vollständig ernten und alle Bestandteile verwerten. Sogar die Wurzeln wären für den menschlichen Verzehr geeignet, dann aber würde der Baum absterben. Geerntet werden können die Blätter bei einem ausgewachsenen Baum drei- bis sechsmal Mal pro Jahr. Nach der Trocknung, die nicht in voller Sonne erfolgen sollte und stets an einem gut belüfteten, trockenen Ort, werden sie ohne Stiele pulverisiert oder gehäckselt. Dieses Erzeugnis kann dann als Gewürz oder Tee genutzt werden. Der Moringa-Tee ist sowohl heiß als auch kalt ein Genuss.

Gesundheitlicher Nutzen:

Seit mehreren tausend Jahren wird der Moringa-Baum von den Menschen für die unterschiedlichsten Zwecke genutzt. Beispielsweise sahen die Inder die Zweckmäßigkeit überwiegend für Gehirn, Stoffwechsel, Knochen und Nervensystem, während für den Schamanen die analgetische Wirkung bei Kopfschmerzen sowie die Wundversorgung im Vordergrund stand.
Noch heute wird Moringa als Heilmittel der Ayurvedischen Medizin große Bedeutung zugesprochen, wie auch Ch. Murali Manohar, Doktor der Ayurveda, in seinem Buch „Ayurveda for All“ verdeutlicht.

Eine von französischen Wissenschaftlern durchgeführte Studie belegt, dass die Wurzeln des Moringabaumes eine entzündungshemmende Wirkung haben.  Auch die Zeitschrift „Dakar med“ berichtete bereits über die vielversprechenden Ergebnisse dieser Studie. Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis oder Bronchitis sollen mit dem Extrakt der Moringawurzeln erfolgreich behandelt werden können. Die Wissenschaftler stellten fest, dass das Wurzelextrakt eine ähnliche Wirkung hat wie das ebenfalls entzündungshemmende Mittel Indometacin, denn beide Stoffe hemmten die Ödeme innerhalb von fünf Stunden.
Die Studie ist also sehr erfolgsversprechend und gibt Hinweise darauf, welch „heilende“ Wirkung in der Moringapflanze steckt.

Zeatin – Zeatin ist, wie oben bereits erwähnt, ein Wachstumshormon. Aber nicht nur das ist in Bezug auf dieses Hormon erwähnenswert, große Aufmerksamkeit sollte auch dem zellregenerierenden Effekt geschenkt werden, denn diese Eigenschaft des sogenannten Jungbrunnenhormons kann die Regeneration der Hautzellen unterstützen und beschleunigen, weshalb Moringa auch eine Anti-Aging-Wirkung nachgesagt wird.

Kulinarische Einsatzmöglichkeiten:

Über den gesundheitlichen Nutzen hinaus, sollte auch der kulinarische Einsatz der Pflanze mehr und mehr ins Auge gefasst werden.
Aber wie wird Moringa in der Küche eingesetzt?

Der wohl bekannteste Einsatz der Moringablätter ist der Moringa-Tee. Hierfür werden die Blätter getrocknet, pulverisiert und gehäckselt und im Anschluss mit ca. 80 °C heißen Wasser aufgegossen. Nach fünf bis acht Minuten Ziehzeit ist das Heißgetränk fertig und schmeckt hervorragend mit einem Teelöffel Tabakblütenhonig.

Aber nicht nur als Tee, auch als Gewürz ist Moringa vielseitig einsetzbar.
Eine leckere Moringa-Suppe mit vegetarischen Klößchen ist eine geschmackvolle und fleischfreie Alternative zu der im Herbst und Winter so beliebten Hühnersuppe und ist mindestens genauso schmackhaft und gesund.
Im Himalaya werden die Blätter am häufigsten frisch über Salate oder zum Gemüse gegeben, hierzu werden meist die jungen Blätter genutzt.

Wie bereits erwähnt, können alle Teile der Pflanze vom Menschen verzehrt werden. Beispielsweise haben die Wurzeln einen scharfen Geschmack, der dem von Meerrettich sehr ähnlich ist.
Die Früchte der Moringas werden als eine Art Bohnen wie Gemüse verarbeitet und eingesetzt.
Aus den Samen wird, früher wie heute, Öl gepresst, dass sowohl zum Verzehr, als auch zur Herstellung von beispielsweise Salben eingesetzt werden kann.

Did you know?

Wussten Sie schon, dass der Begriff „Tee“ eigentlich falsch gewählt ist? Die Moringa-Blätter, und damit auch das daraus pulverisierte Erzeugnis, enthält kein Teein. Teein ist das im Tee enthaltene Koffein. Dieses ist in Moringa-„Tee“ allerdings nicht enthalten, weshalb die Bezeichnung streng genommen nicht korrekt ist. Umgangssprachlich verwenden wir den Ausdruck Tee aber um zu verdeutlichen, dass es sich dabei um ein mit Wasser aufgebrühtes Heißgetränk handelt.

Besonderheiten der Moringasamen:

Die meisten Menschen sind über den gesundheitlichen Nutzen durch den Verzehr der Pflanze informiert, wissen jedoch nicht, dass die Samen des Moringabaumes ebenfalls einen unglaublich positiven Nutzen für die Menschen haben.

Zerkleinert man diese, so können sie Schadstoffe aus verunreinigtem Trinkwasser binden und darin enthaltene Bakterien abtöten. Das bedeutet, dass uns mit Moringasamen eine Methode zur Wasseraufbereitung ohne aufwendige Filteranlagen zur Verfügung steht, die insbesondere in Entwicklungsländern von großer Bedeutung wäre und dazu beitragen könnte, dass weltweit mehr Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Täglich sterben rund 5000 Kinder an den Folgen von verunreinigtem Trinkwasser.
In der Sendung „Die große Show der Naturwunder“ wurde die reinigende Wirkung der Moringasamen eindrucksvoll durch Ranga Yogeshwar präsentiert, wie in nachfolgendem Youtube-Video zu sehen ist.

Gibt man die Samen in das kontaminierte Wasser, so kommt es nach nicht einmal zwei Minuten zwei einer Zwei-Phasenbildung in dem Gefäß. Das bedeutet, dass die gebundenen Schadstoffe zu Boden sinken (Phase 1) und das gereinigte Wasser (Phase 2) abgeschöpft werden kann.

Man kann das kontaminierte Wasser auch durch die Samen filtern und das saubere Wasser in einem separaten Gefäß auffangen. Wissenschaftler, die sich mit der Effizienz dieser Methode befassten, fanden heraus, dass bereits ein Samen genügt um ein Liter Wasser aufzureinigen und zu 99 % von schädlichen Bakterien zu befreien.

Moringa als Waffe im Kampf gegen Mangel- und Unterernährung:

Aber mit Moringa kann nicht nur das Trinkwasser aufbereitet und so ein wichtiger Beitrag in den Entwicklungsländern geleistet werden, auch das schwerwiegende Problem der Unterernährung, speziell von Kindern, wird mit Hilfe des Wunderbaums angegangen. Der FOCUS berichtete 2016 über ein Projekt namens „OKI Moringa Kindertafel©“, ins Leben gerufen von Wiehl-hilft e. V.
25 % aller Kinder des Kongos sterben mit weniger als fünf Jahren an Unterernährung und den Folgen. Ziel dieses Projektes ist diese Zahl zu reduzieren.

Was das mit Moringa zu tun hat? Ganz einfach: Moringa ist die nährstoffreichste Pflanze der Welt, braucht wenig Wasser und wächst schnell. Eine optimale Voraussetzung um die Hungersnot im Kongo anzugehen.

Mit Erfolg! Ungefähr 1500 Kinder konnten pro Jahr aus ihrem lebensbedrohlichen Zustand gerettet werden. Um Rückfälle zu vermeiden erhalten die Mütter der Kinder einige Moringasamen und eine Einführung zur Anzucht und Verwendung.

2008 wurde Moringa von dem National Institute of Health (Nationales Institut für Gesundheit) zur Pflanze des Jahres gewählt. Diese Einrichtung forscht in den Bereichen der Biomedizin und der Gesundheit der Menschen. Die Forschungsergebnisse sollen dazu beitragen Produkte zu entwickeln, die die Gesundheit der Menschen erhalten und fördern.

Es sollte nun deutlich geworden sein, wie wichtig Moringa oleifera aufgrund der hohen Nährstoffdichte und der unglaublichen Vielseitigkeit ist, und das für alle Menschen weltweit. Auf unserer Homepage unter der Kategorie ‚Rezepte‘ finden Sie verschiedene Rezeptideen rund um Moringa oleifera und viele weitere unserer Produkte!

 

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