Neuigkeiten Anfang 2026 – 725 Jahre Jubiläum – Biofach Nürnberg – Fasten- und Erntezeit – Rückkehr des Bibers
Das Jahr 2026 ist angebrochen und zuerst wünschen wir natürlich ein gesundes neues Jahr.Für die Aspermühle ist 2026 ein ganz besonderes Jahr, denn wir feiern ein unglaubliches Jubiläum.
725jähriges Bestehen der Aspermühle – ein besonderes Jubiläum
Die erste urkundliche Erwähnung der Aspermühle fand 1301 statt, womit sie nachweislich schon seit mindestens 725 Jahren existiert und dass muss man erst einmal schaffen.
Aspermühle 20er Jahre
Ursprünglich war sie eng mit dem nahe liegenden Kloster Graefenthal verbunden und durfte ausschließlich für dieses Mehl mahlen, während im Kloster Obst, Kräuter und Gemüse angebaut wurden.
Kloster Graefenthal historisch
Auch damals war also die gesunde Ernährung schon ein fester Bestandteil des Mühlenalltags.
Über die Jahrhunderte hinweg hat die Aspermühle natürlich viele Höhen und Tiefen durchgemacht und musste sich oft auch neu erfinden.
Zwei Mal völlig niedergebrannt, das erste Mal während des 80-jährigen Krieges und das zweite Mal in den 1950 Jahren, wurde sie dennoch jedesmal wieder aufgebaut, um die wichtige Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Doch die wirtschaftliche Lage gebot es auch, sich nicht nur auf die Produktion von Lebensmitteln zu beschränken und somit wurde die Aspermühle im Laufe der Zeit auch als Walk- bzw. Lohmühle genutzt.
Heutzutage finden zwar keine Mühlentätigkeiten mehr vor Ort statt, aber auch nach all den Jahrhunderten, steht die Aspermühle noch immer für gesunde Ernährung mit gesunden Lebensmitteln.
Wer mehr über die Geschichte der Aspermühle erfahren will, wird in unserem großen Mühlenratgeber fündig.
Aber gesunde Ernährung ist nicht nur in der Aspermühle ein großes Thema.
Biofach 2026 - Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel
Auch auf der jährlich wiederkehrenden Biofach in Nürnberg spielt Ernährung natürlich die vordergründige Rolle.
Die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel wird jährlich von über 30.000 Besuchern aus 140 Ländern frequentiert.
4 Tage lang können sich Neugierige, Händler und Landwirte aber auch Behörden Informationen einholen, sich austauschen, neue Produkte finden und Kontakte knüpfen.
Etwa 2.300 Ausstellende präsentieren ihre Unternehmen und ihre Produkte.
Der Biofach Kongress bietet außerdem die Möglichkeit, sich mit relevanten Themen, wie dem Wandel der Lebensmittelwirtschaft und der ökologischen Transformation auseinanderzusetzen und sich anhand von Zahlen und Analysen einen Überblick über die Branche zu verschaffen.
Auch die Aspermühle wird natürlich wieder zu Besuch sein, um befreundete Lieferanten zu treffen und nach neuen Produkten und Trends Ausschau zu halten.
Ein Trend der eigentlich schon Jahrhunderte alt ist, aber dennoch wieder neu entdeckt wurde, ist das Fasten.
Karneval und Fastenzeit
Während die Biofach noch ihre Tore geöffnet hat, beginnt auch schon ein buntes Treiben der anderen Art, der Karneval.
Ebenso wie auf der Biofach, geht es beim Karneval oft auch um Ernährung, allerdings nicht zwangsläufig um gesunde Ernährung. Oft dient der Karneval eher dem Gegenteil und endet häufig eher in großer Völlerei.
Dies ist sicher auch nicht tragisch, denn es gehört für viele Leute einfach zum feiern dazu, ab und zu über die Stränge zu schlagen. Dies ist vielleicht nicht immer gesund, tut aber vielleicht der Seele doch ganz gut.
Da man nachträglich oft doch von einem schlechten Gewissen geplagt wird, machen sich einige Leute die traditionell auf den Karneval folgende Fastenzeit zu nutze, um wieder mehr auf die Ernährung zu achten, während die Fastenzeit früher traditionell dazu diente sich auf die Osterzeit vorzubereiten.
Dabei muss es gar nicht nur strenges Wasserfasten sein, denn der Fastenformen gibt es viele. Einen kleinen Überblick gibt das nachfolgende Video.
Für manche Menschen bedeutet fasten einfach nur für eine bestimmte Zeit auf bestimmte Produkte, wie Alkohol oder Fleisch zu verzichten. Es kann sich aber auch auf modernere Ansätze, wie das digital detoxing, beziehen, wobei man den Gebrauch von Smartphones und Computern einschränkt.
Bei ernährungsbedingten Fastenformen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Diese beginnen wie oben beschrieben mit kleinem Verzicht auf bestimmte Produkte, können aber auch längere Fastenintervalle sein, wie das 16:8-Fasten, bei dem 16 Stunden auf Nahrung verzichtet wird und nur während einer 8 Stunden Phase regulär gegessen wird.
Beim Saft- und Teefasten wird generell auf feste Nahrung verzichtet und man führt seinem Körper, wie es der Name schon andeutet, nur Flüssigkeiten zu.
Welche Fastenform man auch immer auswählt, es ist sinnvoll seinem Körper die benötigten Nährstoffe zukommen zu lassen und auch den Darm bei seiner natürlichen Tätigkeit zu unterstützen.
Hierfür kommen natürlich Superfoods in Frage, die von Natur aus eine hohe Nährstoffdichte haben, wie zum Beispiel Chlorella, Spirulina, Gerstengrassaft-Pulver oder auch Green Trio. In diesen Produkten sind verschiedene Nährstoffe wie B12, Eisen, Vitamin K, Magnesium und Kalium enthalten, die den Körper während der Fastenzeit auf natürliche Weise unterstützen.
Die Darmtätigkeit kann mit Ballaststoffen unterstützt werden, wofür sich Flohsamenschalen am besten eignen, denn diese bestehen fast ausschließlich aus Ballaststoffen, haben aber ansonsten einen eher geringen Nährwert, da sie so gut wie keine Kohlenhydrate, Protein oder Fette enthalten.
Einige dieser Nährstoffbomben werden sogar während der Karnevals- und Wintersaison geerntet, denn für manche Produkte benötigt man Kälte und wieder andere kommen aus Regionen in denen es nie kalt wird.
Auch Winterzeit ist Erntezeit
Eines der wohl bekanntesten Superfoods, die einem in der Regel im Zusammenhang mit Kälte einfallen, ist Grünkohl.
Grünkohl auf dem Feld
Dem Grünkohl wird nachgesagt, dass er Frost benötigt, um erntereif zu sein.
Ganz so dramatisch ist es zwar nicht, aber er benötigt auf jeden Fall niedrige Temperaturen unter 7 Grad Celsius, um einen guten aromatischen Geschmack zu erreichen.
Dies liegt daran, dass Grünkohl wie jede andere Pflanze auch, bei kühlen Temperaturen seinen Stoffwechsel verlangsamt und deutlich weniger Energie in Form von Zucker zu verbrauchen.
Gleichzeitig läuft die Photosynthese bei Sonnenstrahlung aber weiter und die Pflanze produziert weiterhin Zucker und lagert diesen ein.
Sie wird also süßer und geschmackvoller. Traditionell wird der Grünkohl also in der Winterzeit oft zusammen mit Kartoffelstampf und Beilagen gegessen.
Um ihr zu konservieren und auch das ganze Jahr über genießen zu können, wird er aber in den letzten Jahren zunehmend getrocknet und pulverisiert, womit uns seine reichlichen Nährstoffe durchgängig zur Verfügung stehen.
Bei anderen Produkten ist es nicht das Produkt selbst, dass die kalten Temperaturen benötigt, sondern der Verarbeitungsprozess.
Propolis ist eines dieser Produkte. Propolis ist das Kittharz welches von den Bienen von Knospen und Bäumen gesammelt wird. Dies kann nur bei warmen Temperaturen geschehen, denn zum sammeln und für die Verarbeitung muss das Harz weich sein.
Propolis vor Bienenstock
Das Harz ist im warmen Zustand aber auch recht klebrig, was dem Imker das Sammeln von Propolis doch recht mühselig macht.
Propolis wird auf unterschiedliche Weisen gewonnen. Entweder durch abkratzen der Rähmchen oder es werden zwischen Kasten und Deckel Gitter aufgebracht, die mit kleinen Abstandshaltern versehen sind. Auf diese Weise nehmen die Bienen eine Öffnung im Stock wahr und verschließen diese mit Propolis.
Am Ende der Saison werden die Rähmchen und Gitter zusammen mit dem Propolis entnommen.
Nun kann der Imker diese in einem unbeheizten Raum lagern und warten bis der Winter kommt.
Sobald es ordentlich kalt geworden ist, wird das Propolis spröde und verliert auch einen Teil seiner Klebrigkeit. In diesem Zustand lässt es sich leicht von den Rähmchen kratzen oder von den Gittern klopfen.
Wieder andere Produkte werden zwar in unserer Winterzeit geerntet, da sie aber, wie unsere Chlorella und Spirulina, in den Subtropen kultiviert werden, kann die Ernte und Verarbeitung dennoch ganzjährig stattfinden.
Die letzte Neuigkeit aus der Aspermühle passt eigentlich zu allen vorher aufgeführten Themen.
Der Biber ist wieder heimisch an der Niers und an der Aspermühle
Historisch gesehen hat der Biber eigentlich immer zur Niers und der Aspermühle gehört. Ursprünglich war die Niers ein natürlich mäandrierender Flußlauf, der in der 1930er Jahren zusehends begradigt wurde.
Wie bereits im Blog-Artikel „Die Aspermühle – Im Wandel der Zeit“ beschrieben, wurde die Niers im Jahre 1932 begradigt, in der Absicht diese als Wasserstraße nutzbar zu machen.
Niers vor Begradigung
Somit fanden sich ursprünglich an der Niers eine natürliche und reichhaltige Flora und Fauna, zu denen selbstverständlich auch der Biber gehörte.
Leider war der Biber aus verschiedenen Gründen sehr begehrt.
Sein Fell, welches, um den Biber im Winter und unter Wasser warm zu halten, sehr dicht ist, war sehr begehrt und gut bezahlt, weshalb der Biber unerbittlich gejagt wurde.
Auch sein Fleisch erfreute sich, besonders während der Fastenzeit, großer Beliebtheit, da der Biber aufgrund seines schuppigen Schwanzes nicht zu den Landtieren, sondern zu den Fischen gezählt wurde und die Kirche den Verzehr somit zuließ.
Biber mit Zweig
Der Biber hatte somit leider schlechte Karten und verschwand in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts vollständig aus dem Rheinland.
Heutzutage kann man seine Biberburgen an den verschiedenen Abschnitten der Niers wieder zu Gesicht bekommen und wenn man ganz viel Glück hat und keinen Lärm macht, auch den Biber selbst. Das nachfolgende Video gibt eine Übersicht über den Biber und seine Lebensweise.